Schlagwort: Spreewald

Wendische Bauernhochzeit

Spreewald Hochzeit

geschrieben vom Insider & Ortschronisten Manfred Kliche (Raddusch)
Die Wendische Bauerhochzeit in Raddusch – Ein Höhepunkt in jeder Familie

Raddusch/Raduš gehört zum wendischen Siedlungsgebiet, war wie die Nachbardörfer Naundorf, Fleißdorf (Dlugy), Stradow, Suschow und Märkischeide (Weissagk) bis 1815 Teil der sächsischen Niederlausitz und kam nach dem Wiener Kongress zu Preußen.

Als Arnošt Muka 1880 bis 1884 die wendische Niederlausitz durchwanderte und volkskundliches Material sammelte, stellte er fest, dass in Raddusch noch 98 Prozent der Einwohner im Umgang miteinander wendisch gesprochen haben.

Raddusch gehört mit den oben genannten Dörfern zum Kirchspiel Vetschau-Land. Dafür gab es die wendische Kirche in Vetschau, die baulich durch eine gemeinsame Sakristei eng mit der deutschen Kirche verbunden ist. Die Bauernfamilien fuhren zur Winterzeit per Pferdeschlitten und im Sommer mit der Kutsche dorthin zu ihrer Kirche.

Spreewald Hochzeit – Trachten sind schick 

Vor dem Ersten Weltkrieg war Raddusch ein sehr reiches Bauerndorf, was sich auch in der Tracht widerspiegelte. Die Bauern wollten mit ihren Frauen in der schönen Tracht repräsentieren und auffallen. Etwas Besonderes unter den Trachten im Spreewald war hier, dass die Frauen statt der üblichen Schürzenbänder breite Perlengürtel getragen haben.1

1 Vgl.: Manfred Kliche: Die Radduscher Tracht, Stog 2019, S. 96–101

Auf die Vorbereitung und Durchführung einer wendischen Hochzeit wurde großer Wert gelegt. Sie war ein Statussymbol für die beteiligten Familien. Große Aufmerksamkeit wurde dabei auf die Hochzeitstracht gelegt; besonders festlich waren dabei die Trachten der Braut und der Brautjungfern.

Bei den Hochzeitstrachten vor 1914 hatten die weißen Kinnschleifen und Taillenbänder der Braut blaue eingewirkte Muster. Die Brautmütze entsprach in ihrer Form der bis um 1880 um Lübbenau gebräuchlichen, bestand aber aus Batist, auf der eine Art Myrtenkranz aufgesteckt war.

Bei den Mützen der Brautjungfern bestand das Kopfteil aus besticktem Tüll und nur die Halskrausen aus mit Spitzen besetztem Batist. Sie waren mit zahlreichen Glasperlen als Schmuck versehen. Zum Tanz später trugen die Mädchen über der Seidenschürze eine weiße Tüllschürze, die vielfach mit schwarzen eingestickten Mustern und Pailletten verziert war.

Von großem Vorteil für die Radduscher war, dass es um 1900 mehrere Trachtenschneider im Ort gab. Einer der bekanntesten war Wilhelm Klauk, der seine Trachten sogar bis nach Amerika an die vielen Auswanderer aus dem Spreewald lieferte.1

1 Vgl.: Manfred Kliche: Vom Spreewald in die Neue Welt, Stog 2018, S. 33–34

Spreewald Hochzeit – Anziehfrauen und Haubenbinderinnen

Die Anziehfrauen waren (und sind) wichtige Akteure beim Anlegen der Tracht. Ihre geschickten Hände waren gerade in der Vorbereitung der Braut und der Brautjungfern unverzichtbar. Die Anziehfrau Anna Knappe war hier eine der gefragtesten. Man nannte sie in der ganzen Umgebung die Haubenbinderin mit den „goldenen Händen“.

Eine andere wichtige Rolle bei der Vorbereitung und Durchführung der wendischen Hochzeit spielte der Hochzeitsbitter, der Pobratsch/póbratš. Er war sozusagen der Zeremonienmeister einer wendischen Hochzeit.1

1 Siehe auch Kalenderblätter S. 7–17

Hochzeitsbitter & Speisemeister

Auch während der Hochzeit war der Hochzeitsbitter tätig. Er führte den Hochzeitszug an, das heißt, er geleitete die Hochzeitsgesellschaft zu den Kutschen und geschmückten Wagen, mit denen die Gesellschaft zur Kirche nach Vetschau zur Trauung fuhr.

Auch während der Mahlzeit waltete der Hochzeitsbitter eifrig seines Amtes. Er erschien gewissermaßen als Speisemeister und durfte als solcher nicht bei Tische sitzen. Er ging auf und ab, beaufsichtigte die Bedienung, kostete von Speisen und Getränken und sorgte durch allerlei Späße für die Erheiterung der Gäste.

Hochzeit Spreewald Kahn in der DDR

Der fliegende Kranz

Um Mitternacht erfolgte unter Gesang eines Liedes die Abnahme des Brautkranzes. Nach einer Rede des Hochzeitsbitters wurde der Brautkranz in die Höhe geworfen und die jungen Mädchen versuchten, den Brautkranz zu erhaschen. Es hieß, das Mädchen, welches den Brautkranz als Erstes fängt, werde die nächste glückliche Braut.

 

Nachdem der Hochzeitsbitter das neuvermählte Paar von den Gästen verabschiedet hatte, war seine Hauptarbeit erledigt, und auch er konnte mit den Gästen weiter feiern.

Wie zu dieser Zeit eine große wendische Bauernhochzeit gefeiert wurde, geht aus einem Zeitungsartikel vom 13. März 1914 aus den „Vetschauer Nach­richten“ hervor. Der Beitrag berichtete über die Hochzeit von Anna Sellest mit dem Bauerngutsbersitzer Buchan.

Die kirchliche Trauung fand am Dienstagnachmittag zwei Uhr in der wendischen Kirche statt. Der Hochzeitszug, bestehend aus fünf festlich geschmückten Wagen, habe auch bei den Bewohnern Vetschaus berechtigtes Aufsehen erregt, umso mehr, als der Bräutigam in der „schmucken Uniform der Gardemaschinengewehr-Abteilung in Berlin“ die Zuschauer beeindruckte.

Wegen des drohenden Regenwetters fuhr man sofort nach Beendigung der Trauung nach Raddusch zurück zur Hochzeitstafel, die inzwischen bei den Eltern der Braut hergerichtet war. Nach dem Hochzeitsessen begab man sich zum Tanz in den festlich dekorierten Böttcherschen Saal.

Satt war wichtig 

Vom Ansehen und der Beliebtheit der beiden Familien habe „die ungeheure Teilnahme der Bevölkerung“ gezeugt. Nicht nur aus Raddusch, auch aus Kahnsdorf, Groß-Lübbenau, Boblitz, Stradow, Naundorf und aus Burg seien Freunde und Bekannte zur Beglückwünschung angereist. Der große Saal sei bis auf den letzten Platz gefüllt gewesen.

Um die Größe der Feier zu veranschaulichen, berichteten die „Vetschauer Nachrichten“, dass vier Schweine, zwei Kälber und zwei Rinder geschlachtet und außerdem noch ein Zentner Karpfen und zwei Rehböcke geliefert worden seien. Zum Kaffee „wurden 80 Napfkuchen und 130 Blechkuchen verbraucht“. Über den Konsum der Getränke sei „Näheres nicht bekannt geworden, es dürfte aber gewiss in einem Verhältnis zu den verzehrten Speisen gestanden haben“, hieß es weiter.

Wie man anhand dieses Zeitungsartikels aus dem Jahr 1914 sehen kann, wurde auch schon früher ausgiebig und deftig im Spreewald gefeiert.

Flitterjahr ? 

Noch recht optimistisch schloss der Zeitungsbeitrag: „Da der junge Ehemann als bald zur Erfüllung seiner Militärdienstzeit nach Berlin zurückkehren musste, wird das junge Ehepaar erst im folgenden Jahr Gelegenheit finden, die Flitterwochen zu feiern.“

Die Hochzeit wurde Anfang März gefeiert. Das junge Paar hatte nur noch wenige Tage für sich, denn am 1. August 1914 erklärte das Deutsche Reich Russland und am 3. August 1914 den Franzosen den Krieg. Es war der Beginn des Ersten Weltkrieges.

Soweit bekannt ist, musste der Bräutigam in den Krieg und soll aus diesem nicht zurückgekehrt sein. Auch soll es aus dieser Beziehung keine Nachkommen gegeben haben.

Aller Glück- und Segenswünsche bei der Hochzeit zum Trotz erlitt diese junge Ehe ein sehr tragisches Ende.

Wandel der Zeiten

Die Hochzeitstrachten veränderten sich nach dem Ersten Weltkrieg grundlegend. Die Mützen wurden abgelegt, aber nicht wie im übrigen Trachtengebiet durch das Kopftuch ersetzt. Hier legte man der Braut und den Brautjungfern den Jungfernkranz direkt auf das Haar, welches schon vielfach onduliert wurde.

Lediglich die sogenannte „nicht ehrbare“ Braut musste in der Abendmahltracht mit dem Kopftuch ohne Kranz zur Trauung gehen. Das waren oft junge Frauen, die schon Mutter waren.

In den Jahren 1935 bis 1937 heirateten noch Anna Lehmann, verheiratete Konzack, und Lina Konzack, verheiratete Wetzk in wendischer Tracht.

Als letzte wendische Braut wurde in Raddusch Anna Richter, verheiratete Sallmann, am 18. März 1939 getraut.


Quellen

Manfred Kliche –  Ortschronik von Raddusch

Das Spreewalddorf Raddusch, Domowina Verlag Bautzen 1994, Seite 34 und 36

Ewald Müller: Aus der Niederlausitzer Wendei, Band III von 1925, Albert Heine Buchdruckerei Cottbus

Spreewald Tipp

Einer der schönsten Ort zum heiraten ist die Schinkelkirche in Straupitz. Hier hat man alles, was eine besondere Hochzeit ausmacht. Als Location empfehlen wir das „Spreewaldollerlei“ , wo man auch ein Ambiente bekommt, was nicht so alltäglich ist – eben Insider. 

Spreewald Hochzeit – Heute

Zu guter Letzt wollen wir aber nicht vergessen, dass Hochzeiten auch heute noch im Spreewald was Besonderes sind. Allein die urigen Locations, die besonderen Hochzeitsorte und die besonderen Programme locken jährlich viele Menschen in unsere Region. Lehnen Sie sich zurück und lassen Sie uns das planen. Wir machen dieses Event zu einem unvergesslichen Moment Ihres Lebens. Auch begleitende Veranstaltungen wie Polterabend oder Junggesellenabschiede kommen bei uns aus einer Hand. 

Anfrage

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Hausschlachten

Hausschlachten im Spreewald 

geschrieben vom Insider & Ortschronisten Manfred Kliche (Raddusch)
Alte Traditionen

Das Hausschlachten hat in den Spreewaldörfern eine Jahrhunderte lange Tradition. Immer zwischen November des alten Jahres bis zum März des neuen Jahres wurde „hausgeschlachtet “. Hausschlachten war in den Bauernfamilien immer ein Höhepunkt und ein freudiges Ereignis.

Vorbereitung ist alles 

Bereits ganz in der Frühe wurde der Kessel mit Wasser zum Kochen gebracht. Das Wasser musste kochen, bevor der Schlachter den Hof betrat. Dann zeigte der Bauer dem Schlachter das Schwein , dass diesmal zur Schlachtung vorgesehen ist.

Das Töten des Schweines

Der Schlachter befestigt nun an einem Hinterbein einen kleinen Strick . Dann treibt er das Schwein hinaus und befestigt es an einem Hacken . Nun nimmt er sein Bolzenschussgerät ( früher wurde das Schwein mit einem Beil getötet) und tötet das Schwein. Ist das Schwein zu Boden gefallen wird es vom Schlachter abgestochen und einer der Helfer muss nun mit einer Schüssel das Blut auffangen .

Ohne Wasser geht nix

Das Blut wird dann in ein Tongefäss oder einen Eimer gegossen und mit einer Quirle geschlagen . Danach wird das Blut kühl abgestellt und gelagert. Nun wird das Schwein auf eine Leiter gelegt , die Leiter mit dem Schwein wird dann auf einen so genannten „Brühtrog“ gelegt. Nun wird das Schwein abgebrüht, das heißt es wird von den Borsten und Hufen befreit. Dazu wird recht viel heißes Wasser aus dem Kessel benötigt .

Eine Leiter hilft

Ist dies geschehen wird das Schein mit einem Kumt (Zuggeschirr) an der Leiter festgebunden . Die Leiter mit dem Schwein wird nun an eine Wand aufgerichtet . Nun wird das Schwein vom Schlachter aufgebrochen und die Innereien werden entnommen. Ist das Schein aufgebrochen und die Innereien sind entnommen , ist es an der Zeit erst einmal ein „ Korn „ zu trinken. Nun beginnt der Schlachter über dem Brühtrog die Därme ,den Magen und die Blase zu reinigen .



Würze ist wichtig

Danach beginnt der Schlachter das Schwein , was an der Leiter hängt zu zerlegen . Alle Fleischteile die zur Wurstverarbeitung benötigt werden , werden zerkleinert und dann in den Fleischkessel gegeben und gekocht. In den Fleischkessel werden dann verschiedene Gewürze gegeben , wie Zwiebel , Lorbeerblatt , Salz, Tymian und Gewürzkerne . Nun muss das Fleisch kochen bis es gar ist. Der Schlachter zerlegt nun in der Zwischenzeit das noch an der Leiter hängende Fleisch vom Schwein. ,

Chef bleibt Chef

Ist das Fleisch im Fleischkessel gar , dann wird mit der Wurstzubereitung begonnen. Gleichzeitig wird das Wellfleisch für das Mittagsmahl vom Schlachter in eine große Schüssel ausgewählt. Während sich der Bauer mit seinen Gästen und der Familie dem Wellfleischessen ( Wellfleischessen mit Sauerkraut und Salzkartoffel oder Brotscheiben ) widmet , arbeitet der Schlachter mit seinem Gehilfen weiter an der Wurstzubereitung.


Vielfalt ist groß

Zuerst wird die Leberwurst , dann die Fleisch- , Schneidewurst oder auch Sülzwurst hergestellt und in Därme abgefüllt . Die gefüllten Därme werden dann zum Kochen in den Kessel gegeben . Die Reste der Wurstsorten werden dann für die Bäuerin in einzelne Holzmulden oder andere Gefäße, wie Schüsseln getan. Die Bäuerin wird später diese Reste in Gläsern oder Büchsen tun und einwecken.

Spezialität Spreewald

Ganz zum Schluß wird die im Spreewald typische Grützwurst zu bereitet. Die Grützwürst besteht überwiegend aus den durch den Fleischwolf durchgedrehten Schwarten. In einer großen Rührwanne wird das durchgedrehte Fleisch , durchgedrehte Zwiebeln und die aufgebrühte Weizengrütze gegeben. Dazu werden Gewürze wie Salz, Piment , Majoran und schwarzer Pfeffer gegeben , zusätzlich wird beim Verrühren nun das geschlagene Blut hin zugegeben . Alles wird nun verrührt und dann in die Därme gefüllt. Die Därme werden dann zum Kochen in den Kessel gegeben. Zwischenzeitlich wurden bereits die Leber – Fleisch und anderen Würste aus dem Kessel genommen und auf Holzschiebern zum Abkühlen gelegt. Ganz zum Schluß werden nach dem Kochen die Grützwürste aus dem Kessel genommen und in Holzmulden zum Abkühlen gelegt .



Iss mir Wurscht

Zuerst wird die Leberwurst , dann die Fleisch- , Schneidewurst oder auch Sülzwurst hergestellt und in Därme abgefüllt . Die gefüllten Därme werden dann zum Kochen in den Kessel gegeben . Die Reste der Wurstsorten werden dann für die Bäuerin in einzelne Holzmulden oder andere Gefäße, wie Schüsseln getan. Die Bäuerin wird später diese Reste in Gläsern oder Büchsen tun und einwecken.

Bemerkenswert ist , dass der Schlachter meist auf die deftige Mahlzeit verzichtet und lieber Kuchen oder andere Leckereinen zu sich nimmt. Meist klinkt der Abend mit der Zunahme von Alkohol sehr lustig aus. Tage später wird die Räucherkammer für das Räuchern der Würste vorbereitet. Dazu werden die Würste an Stangen befestigt und dann in die Räucherkammer gehangen. 

Räucherware hält sich

Zum Räuchern wird vor allem Hartholzsägemehl genommen . Ist der Räuchervorgang nach einiger Zeit beendet , werden die fertig geräucherten Würste entnommen und entweder eingefroren oder in so genannten Speisekammern bis zum Verspeisen aufbewahrt. Bestimmte Knochen, Fleischstücke und der Schinken werden in Pökelgefäße ( bestehen aus Holz oder Ton ) gelegt und mit Salz und Lake angesetzt.

Schwein im Stall

Vorrat 

Auch sie werden dann später zum Räuchern in die Räucherkammer gegeben. Je nach Bedarf werden die Würste und der Schinken sowie die portionierten Fleischstücke übers ganze Jahr von der Bauersfamilie bis zum nächsten Hausschlachten verzehrt. Divese Reste in Gläsern oder Büchsen tun und einwecken.

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Spreewald im Winter

Saure Gurken Zeit ? Nee !

Foto @Yvonne Scherbatzki

Der Spreewald ist wie viele Regionen in der sogenannten Winterruhe. Die Natur erholt sich, der Mensch auch. Doch ist im Spreewald Winter wirklich nichts erlebenswert? Weit gefehlt, wie unser Blog euch zeigen wird.

Spreewald im Winter Heuschober und Futterkrippen
Foto @Mario Hauser

Spreewald im Winter – Ein kalter Tag beginnt…

Es ist 9 Uhr an einem noch grauen Novembertag. Die Spreewaldlandschaft hat sich in eine verzuckerte Landschaft verwandelt. Winterwonderland in einer Ruhe, die man gar nicht beschreiben kann. Das muss man erleben. Die Fliesse führen noch Wasser in flüssiger Form, denn ein Durchfrieren bedarf schon einiger kalter Nächte unterhalb der 10 Grad Minus. Dies passiert in den letzten Jahrzehnten aber nicht so oft. Trotzdem malerisch – genießen wir den Moment.

Erstmal stärken für den Tag

Da im Spreewald Winter nicht mehr alle Dienstleister von Speisen und Getränken geöffnet haben, muss man sich schon ein wenig umschauen oder eben belesen. Wir empfehlen die Poliwka Suppenbar, welche auch leckeres Frühstück in ihre Pension oder Ferienhaus liefert. Ein besonderes Highlight hier sind die Tagessuppen, wie der Name ja bereits verrät. Wenn ihr dann schon im Herzen des Kurortes Burg/Spreewald seid, könnt ihr den Tag hier gleich für Erkundungen nutzen.

Spreewald im Winter Brücke am Fliess
Foto @Mario Hauser

Spreewald im Winter – Aktiv *outdoor

 Packcraft
Foto @Hikanoe
 Standuppaddling
Foto @Martin Fix

Natürlich steht der Spreewald immer für Wassersport & Co.. Nicht alle wollen aber paddeln oder gar Standuppaddling machen. Für die, denen Kälte und Nässe auch im Winter nichts ausmacht empfehlen wir eine Hikanoe Tour durch das verzweigte Spreewaldland. Vorteil ist, dass sich diese „Rucksackboote“ in Windeseile verstauen lassen und man sich beim Wandern schnell wieder erwärmen kann. Tipps dazu findet ihr auch hier. Wer das ganze als Kombi mit einer Wanderung oder lieber an Land bleiben möchte, der kann auch nach dem Schatz der Burger Lutken suchen. Das Entdeckerspiel, welches wir in Zeiten des ersten Pandemiewinters entwickelt haben, ist was für jung und alt. Auf einer 10 km langen Route durch Burg/Spreewald gibt es einige Rätsel zu lösen, um am Ende den Schatz zu heben. Weitere Entdeckerspiele werden folgen, wie die Radtour „Auf den Spuren des Schlangenkönigs“ und das Paddel-Caching Spiel „Wassermanns Reich“. *ab Ostern erhältlich

 indoor Laserschiessen
Foto @Musikhaus Korn

Spreewald im Winter *indoor

Wem es draußen zu kalt ist, aber trotzdem aktiv sein möchte, dem wird im Spreewald auch was geboten. So kann man z.B. mal das Laserschiessen für sich entdecken oder sogar mit Pfeil und Bogen indoor aktiv sein. Auf dem Areal der Jugendherberge in Burg ist das täglich möglich. Falls dies nicht so Ihr Ding ist, können Sie aber auch einige tolle Spassbäder nutzen, wie die Spreewelten Lübbenau, wo man mit Pinguinen schwimmen und in Themensaunen entspannen kann. Weitere Tipps für Indoorerlebnisse und Erkundungen finden Sie hier:

Windmühle Straupitz Heimatstube Raddusch Unkrautladen

Spreewald im Winter – Mummelkahn & mehr

Egal wann man im Spreewald ist, eine Kahnfahrt darf nicht fehlen. In der kalten Jahreszeit fahren nicht mehr alle Fährmänner die Fliesse der Spree auf und ab. Die Fahrtzeiten werden auch auf maximal 1 bis 1,5 Stunden begrenzt. Mit Decken, heißem Glühwein und einem unterhaltsamen Fährmann, ist dies aber eine tolle Wintererfahrung. Ab 2 Personen kann man schon auf Tour gehen und den Winterzauber genießen. Anfragen gerne über den Whatsapp Button oder per Mail.

Foto @Mario Hauser

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Spreewaldbräuche

aufgeschrieben vom Radduscher Ortschronisten und Spreewaldinsider Manfred Kliche.

1. Hexenfeuer in der Walpurgisnacht

Einer dieser Spreewaldbräuche ist ähnlich dem des Osterfeuers. Die Walpurgisnacht ist ein traditionelles Fest am 30.April. Der Name leitet sich von der heiligen Walburga ab , einer heiligen Äbtissin aus dem Mittelalter. Der Brauch soll symbolisch die Verjagung der kalten Jahreszeit und alles Schlechten darstellen. In der Walpurgisnacht ( auch Hexenbrennen genannt)vom 30. April zum 1. Mai werden sogenannte Hexenfeuer gezündet. Auf einem Holzstoß wird eine Strohpuppe verbrannt , eben die Winterhexe. Mit dem Hexenfeuer will man die bösen Geister vertreiben. Gewöhnlich soll das Springen durch dem Hexenfeuer besonders Verliebten und Liebenden viel Glück bringen. Dem Hexenfeuer in der Walpurgisnacht folgt meist der Tanz in den Mai.

Spreewaldbräuche


Das Maibaumaufstellen

Am Abend vor dem 1.Mai ( also am 30.April ) stellen die Burschen des Dorfes den Maibaum auf. Der Baum musste früher heimlich dem Wald entnommen werden , sonst hat er keine Symbolkraft als Beschützer des Dorfes. Der Baumstamm darf keine Baumrinde haben , weil sich zwischen Baum und Borke böse Geister und Krankheiten verstecken könnten. Der Baum ist das Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit für Mensch, Tier und Flur. Am 30. April wird also ein möglichst großer Baum aufgestellt, an dessen Spitze eine junge Birke und ein mit Bändern und bunten Tüchern geschmückter Kranz befestigt wird. Um den Stamm wird von oben nach unten eine lange Girlande oder Bänder geschlungen. In Raddusch wird der Stamm mit bunten Bändern durch den “ Bändertanz “ den Mädchen und Jungen tanzen , umwickelt. Nach dem Aufstellen des Maibaumes erfolgt ein zünftiger Tanz in den Mai. Der Maibaum darf erst am 31. Mai wieder fallen. Wird er zwischen diesem Zeitraum abgesägt , durfte früher die Dorfjugend 7 Jahre keinen Maibaum aufstellen und auch keinen Maitanz durchführen. Damit der Maibaum nicht von Jugendlichen anderer Orte abgesägt werden konnte , wurde er von der Dorfjugend bewacht . Einer der beliebtesten Spreewaldbräuche.

Maibaum
Tanz in den Mai


3. Pfingsten

Pfingsten ist das Fest, das jedes Jahr 49 Tage nach dem Ostersonntag gefeiert wird. Es ist ein fröhliches Fest denn Christen feiern dann die Auferstehung Jesu. Auch weltliche Pfingstbräuche gibt es , mit denen die Menschen seit Jahrhunderten den Frühling begrüßen. Dabei spielt die erwachende Natur und die Bitte um eine gute Ernte eine große Rolle. So schmückte man früher die Kirchen und die Häuser mit Maien- oder Birkenzweigen.Noch bis Ende der fünfziger Jahre wurden in Raddusch an den Zäunen der Grundstücke Birkenzweige angebracht.In den Familien wurde Pfingsten oft neben dem Kirchenbesuch auch für Ausflüge in den Spreewald genutzt.Ganz, ganz früher soll man einen Ochsen mit Birkengrün , bunten Bändern und der Pfingstrose geschmückt haben und ihn durchs Dorf geführt haben. Daher stammt die Radewendung “ Pfingstochse “. Pfingsten wird endgültig vom Winter Abschied genommen .

Bis bald zum nächsten Blog Spreewaldinformationen und Spreewaldbräuche.

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Bräuche Spreewald

Aufgeschrieben vom Radduscher Ortschronist Manni Kliche (Spreewald Insider)

Bräuche Spreewald – Eierverzieren

Bräuche werden im Spreewald noch immer gehegt und gepflegt, auch natürlich zum Osterfest. Einige werden euch hier vorgestellt.

Aus alten Zeiten ist bekannt, dass frische Eier nicht gut die Farbe annehmen. Die Eier sollten daher mindestens 10 Tage alt sein. Man ist auch der Auffassung, dass sich Eier mit gelblicher Schale besser eignen als die mit einer weißen Schale.

Es gibt verschiedene Techniken zur Ostereierverzierung , eine davon ist die Wachstechnik .,

Vor dem “ Malen “ wird jedes Ei sauber gewaschen und darauf gut angewärmt , weil die Schale erst dann das Wachs richtig annimmt.

In einem alten Löffel wird infolge Erwärmung durch ein darunter stehendes Talklicht möglichst reines Bienenwachs ( direkt vom Imker ) dauernd flüssig gehalten. Bei sonst gekauften Bienenwachs ist fast immer Stearin zugesetzt , dadurch schmilzt das Wachs beim kochen zu schnell und die Zeichnung verliert ihre klare , hellgelbe Farbe.

Mittels Stecknadel mit Kuppe ,die mit ihrer Spitze auf ein Holzstöckchen gedrückt ist , wird das flüssige Wachs auf die Schale des Eies übertragen ,wo es bald erhärtet.

Die Nadel mit dem Stöckchen wird so gefasst , dass die vier Finger das Stöckchen umschließen und mit ihnen das Zeichnen der Eier erfolgt , während der Daumen in diesem Augenblick die zeichnenden anderen Finger auf dem Ei stützt. Mit der Stecknadelkuppe können aber nur Striche und Punkte gezeichnet werden. Nun kann man auch verschiedene Muster zeichnen , dazu benutzt man Hühnerfedern .

Man reißt die Feder zu beiden Seiten genau von unten bis auf etwa 1/ 5 ab und schneidet dann das Federkiel zu einer kleinem kleinen Dreieck . Dieses kleine Federstück wird in das Wachs getaucht und dann auf die Eierschale gedrückt. Auch auf diese Weise können verschiedene Muster auf die Eierschale aufgebracht werden.

Während die Eier gezeichnet werden lässt man die Zwiebelschalen — je mehr Schalen — , um so schöner wird der Farbton — kochen.

In der kalt gewordenen Zwiebellauge müssen die mit Wachs gezeichneten Eier liegen.

Danach werden die Eier in der Lauge solange gekocht , bis sie gut sind , d.h. , das Wachs sich gelöst hat und die Zeichnung eine schöne , gelbe Farbe zeigt. Danach werden sie , solange sie noch warm sind , mit einer Speckschwarte abgerieben. Und fertig sind die Ostereier !

Ostereier Bräuche Spreewald
Kunst des Eierverzierens

Das Ostersingen

Früher war es in Raddusch uns in anderen Orten üblich , dass in der Nacht von Sonnabend zu Ostersonntag das “ Ostersingen” statt fand.

Meist traf man sich in der Nähe der letzten Spinnstube . In der Spinnstube hatten die Mädchen ja die Passionslieder eingeübt. Dann ging es singend auf einer vorher abgesprochenen Route durchs Dorf. Als Dank erhielten sie von den Bewohnern Kuchen , Getränke und manchmal auch etwas Geld. Das “ Sangeskleingeld “ wurde dann spät in der Nacht im Wirtshaus verzecht.

In Raddusch wird dieser Brauch seit 1958 nicht mehr gepflegt , nur in Burg erfolgt das Ostersingen noch.

Bräuche Spreewald Ostersingen
Ostersingen Raddusch

Bräuche Spreewald – Osterwasser holen

Dieser Brauch wird in der Nacht ( bis zum Sonnenaufgang) zum Ostersonntag von den Mädchen durchgeführt.

Die Mädchen schöpfen mit einem Krug ( früher Tonkrüge ) Wasser aus einem fließenden Gewässer. In Raddusch waren dies zwei Quellen in der Nähe des Schwarzen Berges. Der Brauch knüpft an den Glauben des Reinheit und Gesundheit fördernden Wassers .

Die Mädchen durften während des Wasserholens also auf dem Rückweg kein Wort reden, sonst wäre die Wirksamkeit des Wassers verloren und sie hätten dann nur noch “ Plapperwasser “ .

Natürlich nutzten die Burschen diese Zeit um die Mädchen zu erschrecken. Mit dem geholten Osterwasser sollte man sich waschen , es sollte Schönheit und Frische sowie Gesundheit für neue Jahr bringen und Krankheiten vorbeugen.

In manchen Fällen hat man damit auch das Vieh besprengt , weil man glaubte , das dass Osterwasser Krankheiten vom Vieh fernhält.

Bräuche Spreewald Osterwasser holen
Mädels beim Wasser holen

Bräuche Spreewald – Das Osterfeuer

Mit dem Osterfeuer verbindet man die Kraft der Sonne und des nahenden Sommers. Man verbindet mit dem Feuer den Glauben an die reinigende Kraft des Feuers , es soll das Alte , Überlebte , beseitigt werden.

Zum Osterfeuer werden vor allem Reisig, und andere Holzabfälle gesammelt und zu einem bestimmten Platz gebracht und zu einem großen Klafter aufgeschüttet, bevor es um Mitternacht zu Ostersonntag entzündet wird.

In letzter Zeit werden die Osterfeuerstellen von den Jungen bewacht , da es von Jugendlichen anderer Orte versucht wird vorzeitig zu entzünden. Sollte dies passiert sein , ist der Spott groß !

Nicht selten wird dieser Brauch von Lärm und Ausgelassenheit , begleitet. Gerechtfertigt wird der Lärm und die Ausgelassenheit damit , dass dadurch die Dämonen verjagt werden sollen .

Früher wurde dann auch noch Schabernack betrieben . So wurden Türen und Tore ausgehangen und zum Dorfanger getragen. Die Besitzer mussten diese dann am Ostersonntag wieder nach Hause holen.

Der Brauch des Osterfeuerbrennens wird heute in fast jedem Ort unserer Region gepflegt.

Spaß für alle – Walleien

Ein Osterbrauch , der heute nur noch vereinzelt , meist zu großen Festen zu Ostern durchgeführt wird.

Auch das Walleien ist ein Fruchtbarkeitsbrauch. Die Ostereier werden von einem kleinen Berg in eine schräglaufende Grube gerollt , mit dem Wunsch , dass die Frucht gedeiht und viele große Früchte bringe.

Heute ist das Walleien ein beliebtes Kinderspiel zu Ostern. Denn das Ei , welches beim herunterrollen ein anderes in der Grube befindliches Ei trifft, gehört dem , der das Ei geschoben hat. Danke Manni!!!

Unsere Ostertipps: Entdeckertour Burg/Spreewald /Laserschiessen

Geschichte, Infos, Spreewald, Traditionen

Osterfest im Spreewald

Eier, Eier nochmal Eier

Eine Zeitreise geschrieben und erzählt vom Radduscher Ortschronist Manfred Kliche.

Osterfest Spreewald – Wendisch Jatsy

Das Osterfest (Spreewald) ist eines der ältesten christlichen Jahresfeste.Auch für die evangelischen Wenden in Raddusch war es das Frühlingsfest , der Übergang vonm Winter zur warmen Jahreszeit. Am Grünen Donnerstag , so sagte es der Volksglaube,sollte der Bauer die Ausaat beginnen . Dies erfolgte frührer mit einer Besonderheit : Der Bauer erhielt von seiner Frau gekochte Eier mit, die er auf dem Acker verzehren musste . Die Eierschalen vergrub er dabei mit der Saat , sie sollten für Fruchtbarkeit sorgen. Am Karfreitag durfte nicht gearbeitet werden. Er wurde als großer Feiertag begangen.Die gesamte Familie besuchte die Kirche. Es war eigentlich auch der Tag , an dem die Ostereier bemalt wurden, die am Ostersonntag die Patenkinder und die eigenen Kinder erhielten.Das Ei galt als Symbol für Wachstum und Fruchtbarkeit also der Vegetations- und Lebenskraft.Die reichen Bauern schenkten die Eier auch den Knechten und Mägden , dem Pfarrer und dem Dorfschullehrer.

Osterfest Spreewald – Von Paten & Geschenken

An den Ostertagen besuchten besuchen die Kinder ihre Paten. Jeder Pate ist verpflichtet , alljährlich seinen Patenkindern Geschenke zu machen.Nach altem Brauch sind jeweils drei Ostereier und je nach Vermögen noch Geld –oder Sachgeschenke zu machen.Das letzte Mal bedankt sich das Patenkind mit einem Sprüchlein. Im folgenden Jahr ist dann der Pate verpflichtet noch einmal ein Geschenk zu machen , diesmal aber muss er mit seinem Geschenk zum Patenkind kommen.Dann wird von den Eltern des Patenkindes eine Kaffeetafel gerichtet ,manchmal wird auch Wein und Schnaps getrunken.

Osterfest Spreewald – Das Eierverzieren

Aus alten Zeiten ist bekannt, dass frische Eier nicht gut die Farbe annehmen. Die Eier sollen mindestens 10 Tage alt sein .Man ist auch der Auffassung, dass sich die Eier mit gelblicher Schale besser eignen als die mit einer weißen Schale. Vor dem „Malen „ wird jedes Ei sauber gewaschen und darauf gut angewärmt , weil die Schale erst dann das Wachs richtig annimmt. In einem alten Löffel wird infolge Erwärmung durch ein darunterstehendes Talglicht möglichst reines Bienenwachs ( direkt vom Imker ) dauernd flüssig gehalten . Bei sonst gekauften Bienenwachs ist fast stets Stearin zugesetzt , dadurch schmilzt das Wachs beim Koch en zu schnell und die Zeichnung verliert ihre klare, hellgelbe Farbe. Mittels einer Stecknadel , die mit ihrer Spitze auf ein Holzstöckchen gedrückt bist , wird das flüssige Wachs auf die Schale des Eies übertragen , wo es bald erhärtet.

Gewöhnliche Stecknadeln eignen sich hierzu gar nicht, es müssen Stecknadeln sein , die eine recht große ,starke Kuppe haben.Die Nadel mit dem Stock wird so gefasst ,dass die vier Finger das Stöckchen umschließen und mit ihnen das Zeichnen der Eier erfolgt, während der Daumen in diesem Augenblick die zeichnenden anderen Finger auf dem Ei stützt.Mit der Stecknadelkuppe können aber nur Striche und Punkte gezeichnet werden .Nun kann man auch ein kleines , dreieckiges , flächiges Muster zeichnen ; dazu benutzt man eine Hühnerfeder , und zwar folgendermaßen:Man reißt die Feder zu beiden Seiten genau von unten bis auf etwa 1/5 ab und schneidet dann von der Spitze aus noch soviel ab , dass der Federkiel jetzt oben nur ein kleines Dreieck trägt. Dieses kleine Federstück wird in das Wachs getaucht und dann auf die Eierschale gedrückt. Auch auf diese Weise können die verschiedensten Muster auf die Eierschale aufgebracht werden.

Während die Eier gezeichnet werden , lässt man die Zwiebelschalen —- je mehr Schalen , um so schöner wird der Farbton — kochen. Früher nahm man dazu lieber klares , fließendes Wasser aus dem Fließ oder Graben ; es soll besser als Leitungswasser sein.In der kalt gewordenen Zwiebellauge müssen die mit Wachs gezeichneten Eier über Nacht liegen und erst am Morgen werden sie darin solange gekocht , bis sie gut sind , d. h. , das Wachs sich gelöst hat und die Zeichnung eine schöne , gelbe Farbe zeigt . Dann werden sie noch, solange sie warm sind , mit einer Speckschwarte abgerieben.Die verschiedenen Zeichnungen ( Sterne, Ranken usw.) haben keine eigene Bedeutung bzw. Bezeichnung. Jeder „malt“ die Eier nach seinem Geschmack.Sie sind um so schöner , je regelmäßiger die Zeichnungen ausfallen und je genauer der Zwischenraum dabei ist.Die Hersteller waren dann richtig froh und glücklich , wenn sie merkten ,dass ihre mit viel Liebe und Mühe selbst gemalten Ostereier den Beschenkten , vor allem den Kindern , viel Freude bereiteten .

(Aufgeschrieben von Manfred Kliche aus Raddusch nach der Beschreibung von Johanna Homfeldt , geb. Beesk im Jahr 2000 )

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