Schlagwort: Fauna

Schilfrohr & Sänger

Der RadduscheOrtschronist Manfred Kliche ist das wandelnde Spreewaldlexikon. Seit ca. 50 Jahren begleitet er mit seinen Recherchen viele Blogs, Zeitungen, Journale und auch Fernsehsendungen. Er ist nun hauptberuflich Rentner, liebevoller Opa, jedermanns Freund und die gute Seele im Spreewald. Wir sind sehr froh, dass er in unserem Team ist.

Die große Kunst von Manni ist es, die Menschen in seinen Bann zu ziehen. Er lässt sie den Spreewald atmen, fühlen und einfach unterhaltsam verstehen. Hier berichtet er von der  Schilfrohrernte im Spreewald – Vergessenes Spreewald Handwerk. Lesenswert in jedem Fall.

Spreewald Handwerk – Ernten und Verarbeiten

Das Bergen von Schilfrohr war die erste Ernte im neuen Jahr. In Raddusch wurden dafür besondere Flächen genutzt. Es waren die damaligen „Rohrwiesen“ ,sie liegen links vom Weg von Raddusch zur Radduscher Buschmühle und dem Seesauer Fließ und der unteren Radduscher Grobbla. Vor der Eindeichung des Südpolders ( 1934 -1938 ) durch den Reichsarbeitsdienst waren diese Flächen fast ganzjährig unter Wasser stehend. Das bewirkte den Wuchs des Schilfrohres besonders. Moore und Sümpfe sowie ständig feuchte Flächen sind die idealen Wachstumsbedingungen für das Schilfrohr. Geerntet wurde das Schilfrohr meist von November bis März , dann wenn die Wiesenflächen zu gefroren waren.

Schilfrohrfelder Spreewald Handwerk
Schilfrohr im Spreewald

Spreewald Handwerk – Ernte & Nutzung

Einst mit Sichel , später mit Sensen wurde das Schilf gemäht , aufgenommen und zu runden Bunden zusammengebunden. Die Rohrbunde wurden dann mit Schlitten zum Bauerngehöft gefahren und bis in den Sommer getrocknet. Später wurden die Rohrbunde sortiert , die besten Rohrstengel wurden für die Dacheindeckung aussortiert, die schlechteren Rohrstengel sind für andere Verarbeitungen (z.B. Isolierungen ) genutzt worden. Die Menschen , die hier im Spreewald sesshaft waren und hier ihre Hütten bzw. Häuser bauten nutzten das geerntete Schilfrohr für die Dacheindeckung , aber auch für die Isolierung der Wände und Decken . So wurde Schilfrohr mit Lehm vermischt und zum Verfugen der Wände und Decken als Wärmeisolierung genutzt. Schilfrohr bot sich aufgrund seiner langen Haltbarkeit , seiner relativ schweren Entflammbarkeit und der wärmehaltenden Eigenschaften als Dacheindeckung an.

Dachdecker beim Schilfrohrverlegen
Spreewald Handwerk
Dachdecker im Spreewald Schilfrohrverlegung

Spreewald Handwerk -Dachdecken mit Geschichte

Die Wohnhäuser in Raddusch waren bis 1791 überwiegend mit Schilf ( Reet) und die Wirtschaftsgebäude mit Schilf oder mit Stroh eingedeckt. Durch eine große Feuersbrunst 1791 wurde fast die Hälfte der Gebäude , die mit Schilfdach eingedeckt waren , vernichtet. 1878 sind durch eine erneute Feuersbrunst weitere Haupt-und Wirtschaftsgebäude des Dorfes vernichtet worden.

Da es seit 1794 in Raddusch eine eigene Ziegelei gab , die neben Mauernziegel auch Dachziegel herstellte ,sind die Einwohner natürlich dem neuen Baumaterial aufgeschlossen gewesen und haben die meisten Gebäude mit Dachziegeln eingedeckt. Durch die Zunahme von Ziegeleien ,die dann Dachziegel für die Dacheindeckung bereitstellten war die Ernte von Schilfrohr nicht mehr erforderlich. In Raddusch wurde noch bis 1920 in den Rohrwiesen Schilfrohr geerntet.

Wer mehr darüber und den Spreewald erfahren will und individuell geführt werden will, der bucht sich seinen Spreewälder.

Schilfrohrsänger
Schilfrohrsänger

Eine Vogelart – der Schilfrohrsänger fühlt sich besonders wohl im Schilfrohr, welches man noch vielerorts im Spreewald findet. Besonders große Populationen gibt es im Raum Lübben.

Ernte, Fauna, Fototouren, Handwerk, Schilfrohr, Spreewald, Tradition, Vögel im Spreewald

Wildscheine im Spreewald

Wild im Spreewald

Wild im Spreewald beobachten

Was der eine nicht mag, kann der andere mögen. Unter diesem Motto begeben wir uns mit Ihnen auf nächtliche Rundgänge („Nachtwanderungen“ -Wild im Spreewald ) durch den Spreewald. Ruhig und leise geht es dabei zu, denn wir wollen ja weder menschliche noch tierische Anwohner stören.Die Anzahl ist auf 2 Personen begrenzt.

Burg, Dammwild, Fauna, Flora, Fotos, Hirsche, Hochstand, Infarotkamera, Jäger, Nachtführungen, Pirsch, Rehe, Rotwild, Schwarzwild, Spreewald, Wild, Wildbeobachtungen, Wildschweine

Weiterlesen

Flora und Fauna

Flora und Fauna -Heilige Tiere

Viele Legenden und Mythen gibt es um den Adebar der Lüfte. Die regionale Großpopulation des Storches ist nirgendwo so vielfältig und artenreich wie im Spreewald. Besuchen Sie mit uns das Storchendorf Dissen und staunen Sie mit uns über grazile Storchenfamilien und riesige Auerochsenherden. Eine Kombination aus Bustour und Wanderung, aus Besichtigung und Erklärungen. Auch ein Ausflug in die Zeit des Mittelalters ist

Bus, Dissen, Fahrrad, Fauna, Flora, Gruppen, rad, Radwandern, Spreeaue, Spreewald, Stary lud, Tour, Wandern

Weiterlesen

Foto Kunst Kochen

FKK im Spreewald – Kreativer Genuss

Du liebst Fotografieren und gute Küche? Und du wolltest schon lange mal wieder in den schönen Spreewald?
Dann bist du bei uns genau richtig. An einem Wochenende bieten wir wie folgt:

Abenteuer, BBQ, Camp, Camping, Events, Fauna, Flora, Foto, Fotokurs, Grillen, Hidden Places, Idylle, Info, Informationen, Kochen, Küche, Kunst, Lost Places, Natur, Neu Zauche, Pension, Smoken, Spreewald, Übernachten, Übernachtung, Übernachtungen, Veranstaltung, Veranstaltungen, Verlassene Orte, Workshop

Weiterlesen

Standuppaddling

Standuppaddling

SUP – Fun pur-in der Natur

Paddeln ist bekannt, aber was ist Standuppaddling? Die neue Trendsport für jung und alt.
Ein ganz neues Gefühl auf dem Wasser zu stehen, seicht zu gleiten und die eindrucksvolle Natur des Spreewalds zu entdecken und sich sportlich zu betätigen. Genuss auf über 300 km befahrbare Wasserwegen. Auch für Anfänger ist es

Biosphäre, Busreisen, Familie, Fauna, Flora, Fun, Gruppenreisen, Natur, Paddeln, Sport, Spreewald, Standuppaddling, Urlaub, Veranstaltung, Veranstaltungen, Wassersport

Weiterlesen

Open chat
Lieber Kunde,
Sie haben Fragen? Schreiben Sie uns. Wir melden uns innerhalb von 24 h zurück. Eure Spreewald-Insider